Weiterso mit neuen Besen

Neue Besen kehren gut sagt man, nicht so beim Beirat Osterholz. Statt endlich die notwendigen Konsequenzen aus einer Wahlbeteiligung von 42,9% zu ziehen präsentiert man ein Weiterso mit Politik für die eigenen Netzwerke. Bei dem schlechten abschneiden in Tenever mit 30,2% Wahlbeteiligung, Blockdiek 38,3% Wahlbeteiligung und Ellenerbrok-Schevemoor 42,8% zeigen welche Osterholzer Ortsteile sich nicht repräsentiert fühlen.

 

Dabei hat man sich doch nach der Wahlbeteiligung von 38,48% ausgiebig mit den Ursachen eine AG Wahlbeteiligung beschäftigt gegründet. Natürlich wurde wie üblich erst mal unter Ausschluss der Nichtwähler/innen über deren Motive nicht zur Wahl zu gehen beschäftigt. Dabei liegt es auf der Hand denn die Parteien haben sich in den letzten 20 Jahren vermehrt den Menschen in unserem Stadtteil abgewandt und sich in die eigene Blase zurück gezogen. Woher sollen das unsere Kommunalpolitiker/innen auch besser wissen? Da hätten sich die beiden großen Parteien etwas von Andreas Bovenschulte und den Anfängen von Frank Imhoff abgucken können, beide haben gezeigt was der Unterschied zwischen anwesend sein und präsent sein ist. Auch zeigt es sich positiv wenn Bürger/innen Anliegen vortragen wenn auch mal sichtbare Konsequenzen folgen, so kümmerte sich der Bürgermeister nach meinem Osterholzer Kaffeeschnack persönlich um mehr Polizeipräsenz in einem Viertel mit zahlreichen Einbrüchen. Im April war ich mit zwei Mitgliedern des Beirates unterwegs bei der ich auch die Müllproblematik in ganz Osterholz ansprach, doch erst nach dem sich das Beiratsmitglied Thorsten Lieder sich beschwerte folgte eine Sitzung fokussiert auf die Situation im Schevemoor. Erst nach der Reaktion eines mit dem Beirat gut vernetzten Bürgers schlug man vor auch eine Einwohnerversammlung für Blockdiek ein zu berufen, das aber hilft wenig weil auch Tenever-Ost und das Schweizer Viertel betroffen sind. Der Beirat schafft es gerade zu meisterlich alles zu ignorieren was nicht aus der eigenen Blase kommt. So zum Beispiel die temporär prekäre Parksituation im Bereich Kolk/Soltend oder die Raserei über Lachmundsdamm um nur zwei Themen zu nennen. Wie wäre es wenn man endlich mal die Anliegen ganz normaler Bürger/innen ernst nimmt und gemeinsam nach Lösungen für die Probleme sucht?